In Rio hat im Vorfeld des Karnevals die Kirche über die Regierung gesiegt und dafür gesorgt, dass eine staatliche Werbekampagne für die Benutzung von Kondomen abgeändert wurde.
Angefangen hatten die Diskussionen bereits im Dezember 2003 als die Kirche behauptete, dass Kondome Aids nicht verhindern könnten.
Die Regierung warf der Kirche daraufhin vor, dass sie “eine Gefahr für die Menschen darstelle, die sich wegen religiösen Gehorsams nicht mehr schützen.”

Den Slogan der Werbekampagne “Schenke Glauben, verwende ein Präservativ” zog die Regierung auf Druck der Kirche zurück und änderte ihn in “Durch ein Präservativ geht nichts hindurch. Verwende es und habe Vertrauen.”

In den Zeitungsanzeigen soll ein Kondom gezeigt werden in dem ein kleiner Fisch schwimmt.
Der Fernsehspot zeigt einen Mann, der einem Geschlechtsgenossen während einer Karnevalsveranstaltung die Sicherheit eines Kondoms beweist, indem er es mit Bier füllt.

In der Karnevalszeit (diese Jahr ab 20.2.) kennt man in Brasilien keine sexuellen Tabus. Dieser Umstand veranlasst die Regierung zu mehr oder minder provokativen Aufklärungskampagnen und zur Verteilung von Millionen von Kodomen.

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